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Kleintiere
Gruppenhaltung für alle Kaninchen
Endlich ist der Frühling da! Auch die Kaninchen spüren dies und möchten ihre sprühende Lebensfreude ausdrücken, mit Artgenossen frei herumhoppeln und Haken schlagen. Doch für die meisten Kaninchen in menschlicher Obhut bleibt dies bloss Wunschdenken. Denn die Realität ist in der Kaninchenhaltung so, dass die meisten erwachsenen Tiere ihr Leben in monotonen, engen Einzelhaltungen verbringen. Die Veröffentlichung von schrecklichen Zuständen in ausländischen Mastbetrieben, die Nutztierschutzorganisation KAGfreiland aufgedeckt hat, sind nicht ohne Folgen geblieben. Noch dieses Jahr tritt eine Verordnung in Kraft, wonach ausländisches Käfig-Kaninchenfleisch deklariert werden muss. Ausserdem ist die Nachfrage nach Schweizer Kaninchenfleisch gestiegen, während der Import markant zurückgegangen ist. Doch auch hierzulande besteht noch ein grosser Nachholbedarf zur Verbesserung der Kaninchenhaltung.
Gruppenhaltung für sämtliche Kaninchen als Ziel Als Pionier auf diesem Gebiet gilt der Landwirt Felix Näf aus Beinwil im aargauischen Freiamt. Bereits vor 1997 hielt er Masttiere in Ställen in Gruppen. Dann zeigten Coop und die zu ihrer Gruppe gehörende Bell AG Interesse an einer Zusammenarbeit. Lotti Bigler, Ethologin vom Bundesamt für Veterinärwesen, beriet Näf von Anfang an bei der Entwicklung von Haltungssystemen, bei denen auch die Zuchtkaninchen in Gruppen leben können. Im Rahmen von BTS („besonders tierfreundliche Stallsysteme“) erhalten die Produzenten dafür spezifische Direktzahlungen vom Bund. Inzwischen sind es bereits 50 Betriebe, welche unter den Bedingungen von „Kani-Swiss“ Kaninchen in Gruppen züchten und mästen. Doch Felix Näf betont: „Wir suchen ganz klar den Tierhalter, der die Begabung hat, mit Tieren umzugehen.“ Cesare Sciarra, welcher vom STS für die Kontrolle dieser Betriebe zuständig ist, zieht eine positive Zwischenbilanz: „Die in den letzten Monaten angelaufenen Kontrollen in den Kaninchenhaltungen der Kani-Swiss-Gruppe, welche ihre Tiere in die Coop BTS-Kaninchen-Linie liefert, haben ein erfreuliches Bild der von engagierten Kaninchenhaltern betreuten Stallungen ergeben.“ Doch noch halten nach einer Statistik des Bundesamtes für Landwirtschaft von 2866 Landwirtschaftsbetrieben erst 136 ihre Kaninchen auf tierfreundliche Art in Gruppen. Das Ziel des STS ist deshalb klar: „Wir wünschen uns, dass sich in einigen Jahren die Gruppenhaltung auf Bauernhöfen hundertprozentig durchgesetzt hat“, sagte Hansuli Huber, STS-Geschäftsführer Fachbereich an der heutigen Medienorientierung in Brugg. Davon könnten auch die Bauern profitieren. Denn nur mit einem akzeptablen Tierschutzniveau wird die Schweizer Landwirtschaft inskünftig eine Chance haben, mit ihren teureren Produkten konkurrenzfähig zu bleiben. Aber auch im Ausland finden Bemühungen statt. Unter dem Label „RelaxRabbit“ werden in Ungarn und Italien unter den gleichen Anforderungen wie für BTS in der Schweiz Kaninchen in Gruppen gemästet. KAGfreiland hat diese Betriebe besucht und führt weitere Kontrollen durch. Für Rückfragen: Pressestelle STS, Telefon 079 209 72 52 Weitere Informationen unter: www.tierschutz.com/media Artikel als PDF >>>
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Meerschweinchen artgerecht halten
Sandra Saurer
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